Kategorie: Bauen im Bestand
Ort: Sennhüslenstraße, 9030 Abtwil SG, Switzerland
Größe: 7.670 qm Nutzfläche
Leistungsphasen: LPH 1-9
Nutzung: Grundschule, Kindergarten, Schul- und Vereinssport
Bauherr: Gemeinde Gaiserwald
Fertigstellung: 2028
Im Rahmen eines Wettbewerbs mit beschränkter Teilnahme konnte sich unser Entwurf gegen 12 Mitbewerber durchsetzen. Die Positionierung der neuen Baukörper der Turnhalle sowie des Schulerweiterungsbaus in Ergänzung zu den bestehenden Schulbauten überzeugte die Jury. Durch die Positionierung der Baukörper werden neue Zwischenräume und Freiflächen geschaffen, die einen Mehrwert für alle Nutzer des Areals sind.
Die Schülerzahlen in der Gemeinde Gaiserwald steigen in den kommenden Jahren stetig an. Dafür werden mehr Klassen- und Gruppenräume sowie größere Fachräume benötigt. Die bestehenden Schulbauten werden um einen Neubau erweitert. Dort ist neben den Klassen- und Gruppenräume, die Ganztagsbetreuung, die großen Fachräume sowie die zentrale Aula untergebracht. Die bestehenden Schulbauten werden energetisch saniert und umgebaut. Neben den Fachräumen findet der Kindergarten dort Platz. Für den Schul- und Vereinssport wird eine neue Dreifeldsporthalle mit kleinem Zuschauerfoyer benötigt. Die Tiefgarage unter dem Pausenhof verbindet die Gebäude miteinander.
Alle oberirdischen Gebäudeteile sind in Massivholz sowie Holzständerbauweise konzipiert. Heimische Fichte aus den Wäldern der Ostschweiz wird als Konstruktionsholz eingesetzt. Flexible Grundrisse mit einem festen Stützenraster und veränderbare Trennwände können in Zukunft auf unterschiedliche Lernkonzepte reagieren. Sogar eine Erweiterung des Baus ist dadurch problemlos möglich. Durch diese Lösungen konnte ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Konzept geschaffen werden.
Die in die Jahre gekommene Bestandsgebäude werden nicht abgebrochen, sondern nach heutigen Brandschutz-, Energie- und Tragwerksanforderungen ertüchtigt. Die klare Struktur der Grundrisse macht es mit einfachen Maßnahmen möglich, neue Nutzungen in die Gebäude zu implementieren. Durch den Erhalt des Bestands können Tonnen von CO2 gespart werden und gegenüber einem Neubau die Bauzeit wesentlich verkürzt werden.